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Sonntag, 7. Oktober 2012

I am back...

... der Familienurlaub ist zu Ende und der Alltag hat mich wieder. Ich war tatsächlich der Meinung, ich würde zum Schreiben kommen. Knapp gefehlt. Der Irlingerhof hätte sich vom Ambiente angeboten. Ein riesiger Garten mit Birken, Sträuchern, versteckten und offenen Plätzchen zum Chillen und Entspannen. Windgeschützte Ecken mit W-LAN und Steckdose in Reichweite, sodass das Schriftstellerwerkzeug der Moderne - das Notebook - genauso gut zu verwenden gewesen wären, wie reichlich mitgeführtes Papier und jede Mege Tintenpatronen für die Feder.
Urlaub am Irlingerhof
Doch es kam anders. Es war ja ein Familien-Urlaub. Drei Generationen gemeinsam. Da wurde getratscht, diskutiert und Spiele gespielt. Trivial Pursuit und Siedler von Catan. Alles Spiele, die Stunden dauern. Dazwischen war die viereinhalb Monate junge Nichte zu unterhalten oder der Hund in die Weiten der umliegenden Wiesen und Wälder zu führen. Alles in allem blieb keine Zeit zu schreiben.

Naja, nicht ganz. Ich habe die komplette Gliederung für mein nächstes Buch zusammengestellt. Die ersten Gedanken haben ebenfalls ihren Niederschlag in entsprechenden Notizen gefunden. Ein bisschen von der Zeit habe ich mir schon behalten.

Auf jeden Fall werde ich den Irlingerhof in den nächsten Monaten einige Male zu meinem Refugium machen, und dort (nur mit Frau und Hund) entspannt einige Kapitel verfassen, Rohentwürfe überarbeiten oder den letzten Schliff anlegen.
Wobei ich für mich festgestellt habe, dass das beste Umfeld zum Schreiben doch zu Hause im Büro ist. Dort habe ich die volle Kontrolle über die Umstände und das Umfeld. An allen anderen Orten kann so vieles passieren, das man nicht steuern kann und das vom Schreiben ablenkt. Wer also denkt, dass er seinem inneren Schweinehund entkommt, indem er sich auf die Suche nach einem inspirierenden Ort macht, muss eines bedenken: Man bringt sich immer selber mit an diese Orte. Und das größte Hindernis beim Schreiben ist man meistens selbst ;)

Zum Abschluss noch eine kleine literarische Jugendsünde. Als Entschädigung für die lange Wartezeit.

Die Zeit fließt dahin.
Wir sind die Körnchen in einer Sanduhr.
Sekunde um Sekunde - Tag um Tag.

Nur zu oft vergessen wir, dass unser Leben nur kurz ist,
im Vergleich zur Ewigkeit.

Wir haben nicht lange Zeit, um unsere Lektionen
zu lernen.
Aber wir dürfen auch nicht vergessen,
dass nichts endgültig ist.
Auch nicht der Tod. Er ist das Ziel einer Etappe.

Die Sanduhr wird umgedreht;
wir beginnen ein neues Leben und
lernen eine neue Lektion.

Auf dem Weg zu uneingeschränkter Weisheit und Liebe,
wird uns vieles widerfahren.
Doch nur wenn wir erinnern, dass
unser Ziel das dauernde Glück ist,
werden wir aus allem Nutzen ziehen,
gleich, wie hart es uns trifft.

Manchmal muss man Leid ertragen,
um auf den Weg zum Glück zu gelangen.
Wenn wir begreifen, dass wir dem Anderen
zum Glück verhelfen müssen, aber
für unser eigenes Glück selbst verantwortlich sind,
können wir das Ziel erreichen.

Wir können Gefühle wie Hass, Neid und Eifersucht aus unserem Leben verbannen.

Nicht, was wir aus unserem Leben machen zählt, sondern
mit wieviel Glück wir es verlassen!
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