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Sonntag, 14. Oktober 2012

Der größte Trick...

„…des Teufels war es, die Menschen glauben zu lassen, dass es ihn nicht gibt!“ Dieses Zitat stamm, wie es scheint, aus „Die üblichen Verdächtigen“. Da ich diesen Film aber nie gesehen habe und das Zitat dennoch kenne, denke ich, dass es an verschiedenen Stellen in Literatur und Film auftaucht. Der Urheber des Zitats ist möglicherweise genauso im Verborgenen wie der Protagonist dieses Zitats.
Illusion oder Wirklichkeit
Quelle: http://www.sxc.hu/photo/500371
Foto: andi braun


Gibt es das Böse – vielleicht in Form des Teufels, in Erscheinung von Dämonen oder als immanente Manifestation anderer Art - wirklich oder nicht. So ähnlich lautete die Frage, die nach einem meiner letzten Posts im Raum hängen blieb und nicht klar beantwortet wurde. Meine Antwort lautet nach wie vor Jein.
Wer eine traditionell religiöse Ausbildung genossen hat, am Sonntag brav zur Kirche ging und schon in der Bibel geschmökert hat, wird ein klares „Ja“ finden. Wer sich eher auf der heute modernen atheistischen Seite bewegt, der wird ein klares „Nein“ postulieren.
Doch ganz so klar ist die Angelegenheit meiner Meinung nicht. Selbst wenn wir die Existenz eines Gottes leugnen, um damit den Teufel abzuschaffen. Oder wenn wir von der Überlegung ausgehen, dass eine vollkommene Schöpfung, die ein vollkommener Gott erschuf, keinen Teufel oder das Böse zulassen würde, kommen wir nicht umhin, in der Welt das Auftreten von Bösem in extrem verdichteter Form immer wieder zu beobachten.
Nun bin ich von zweierlei Überzeugungen: ALLES, was der Mensch sich Kraft seines Geistes vorstellen kann, ist grundsätzlich möglich. Und alles Böse in der Welt tut oder erschafft der Mensch selbst. Egal, ob es einen Gott oder den Teufel gibt oder nicht. Der Mensch selbst ist die Ursache allen Übels und der Täter alles Guten. Wenn es Gott gibt, so hat er uns den freien Willen gegeben und lässt uns tun, was wir wollen, bis er die Schnauze endgültig voll hat. Der Teufel muss sich selbst die Hände nicht schmutzig machen. Er verführt und flüstert ein und schaut händereibend zu, wie der Mensch sich und andere in den Höllenschlund reißt.
Und die, die ohne Gott und Teufel leben? Die sind erst recht selber schuld an dem Bösen und Dunklen, das ihnen widerfährt. Weil sie es durch ihr Denken und ihr Handeln zulassen. Weil sie es an sich heranlassen. Weil sie sich nicht dagegen wehren. Weil sie nicht glauben!
Also doch wieder Gott und Teufel? Nein – nicht unbedingt. Auch wenn es für den ein oder anderen hilfreich sein kann. Weil er nicht genug an sich selbst glaubt, kann es helfen, sich einen Gott vorzustellen, der ihm zur Seite steht, ihn beschützt und in schwierigen Zeiten beisteht. Es kann helfen, sich das Böse in Form Satans vorzustellen, weil man etwas Greifbares hat, gegen das man „anbeten“ kann.
Wer gottlos lebt, muss sich mit der Dunkelheit in seinem Denken selbst auseinandersetzen. Er muss mit dem Schlechten und Schlimmen, das ihm zustößt selbst zurechtkommen. Ein solcher Mensch ist nicht beneidenswert. Denn was ein solcher Mensch spürt, ist – ob Gott existiert oder nicht – die Seele oder besser das, was wir die Seele nennen. Unser innerstes Sein. Wenn wir nur einen Augenblick daran glauben, mehr zu sein als eine zufällige Anhäufung von Zellen, die es mit Glück zu einem brauchbaren Maß an Intelligenz gebracht hat, dann haben wir genau in diesem Augenblick unsere Seele entdeckt. Wo Seele ist, da ist Göttlichkeit – und wo Gott ist, …
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