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Dienstag, 4. September 2012

Warum ich keine Freunde habe!

Mein Kumpel Cody
Ich sehe ein, dass ich sehr hohe Ansprüche an eine Freundschaft stelle. BEKANNTE habe ich unzählige. Aber Freunde?
Ein Freund ist für mich jemand, der eine harte Zeit mit mir durchstehen musste. Ein Freund muss für mich da gewesen sein, wenn ich mal am Boden war, wenn ich Mist gebaut oder schlecht gelaunt war. Ein Freund ist für mich jemand, der seine Versprechen, die er bei Sonnenschein gemacht hat, bei Regen hält.
Auch ich bin den meisten in meiner Umgebung kein Freund in meinem Sinne. Da mich nicht alle einer solchen Prüfung unterzogen haben. Ich bin nicht sicher, ob ich diese Prüfungen ohne Ausnahme bestanden hätte. Einige wenige haben es getan - und da habe ich bestanden.
Es ist leicht, jemandes Freund zu sein, wenn es niemals Schwierigkeiten, Meinungsverschiedenheiten oder Streit gibt. Wenn man sich nur trifft, wenn es beiden in den Kram passt und man Spannungen möglichst ausweicht. Eine Freundschaft, die nur auf einem gemeinsamen Interesse oder Hobby beruht, ist schon in Ordnung. Wer das für sich als Freundschaft akzeptiert, der kann sich glücklich schätzen und dem seien seine Freunde herzlichst gegönnt.
Lange habe ich nach einem guten Freund gesucht und war verzweifelt, da ich ihn nicht fand. Natürlich ist da noch mein Hund, aber der hat andere Aufaben, als MEIN Freund.
Als ich darüber nachdachte erkannt ich, dass ich mir selbst der beste Freund bin, den ich mir vorstellen kann. Ich bin es, der da ist, wenn ich jemanden brauche. Mir kann ich am allermeisten vertrauen, mir kann ich alles erzählen und ich habe noch immer einen guten Weg gefunden.
Ich liebe mich - meinen Freund. Wir sind ständig zusammen, rauchen mitunter ein Pfeifchen zusammen und genießen den alten Cognac. Wir lesen die gleichen Bücher und schreiben Abwechselnd an unseren Romanen und Geschichten. Mein Freund Ich kommt auch auf Ideen, die ich selbst nie gehabt hätte. Er entführt mich in Welten, die ich ohne seine Hilfe niemals entdeckt hätte. Selbst meine Frau meint, sie hätte in den letzten Wochen neue Seiten an mir entdeckt. Seit ich mich als meinen engsten und besten Freund angenommen habe, ist das Leben doppelt so schön.
Heute früh sagte mir mein Arzt, ich solle mir keine Sorgen machen. Diese Art der Schizophrenie sei durchaus heilbar.
Der kann mich doch mal ...

Kommentare:

Eddi Brent hat gesagt…

Jeder sollte einen Freund wie ICH haben! :)

Der Balubaer hat gesagt…

Ich hab jetzt jede Woche Therapie-Stunde. Mein Arzt will auch einen Freund... Ich erklär ihm gerne, wie er einen bekommt ^^

Soda. hat gesagt…

Eine ganz wundervolle Erkenntnis. Irgendwie kommt mir das so vertraut vor...
Mir sagte mal jemand, ich solle meine Erwartungen nicht so hochschrauben was Freundschaft betrifft. Da sagte ich demjenigen, warum ich sie denn runterschrauben sollte, wenn andere Menschen Erwartungen an mich stellen dürfen? Hab ich da net auch das Recht festzulegen, das das, auf was es mir ankommt, auch dem anderen ankommen sollte?
Für Oberflächlichkeiten ist mir a) meine Zeit zu schade und b) kann ich diese mit jedwedem Wesen teilen, das ich mag. Aber ein Freund... ein echter Freund... also das sollte dann schon auch was Besonderes sein.

Danke für die tollen Zeilen, es hat viel Spaß gemacht zu lesen! :)

Der Balubaer hat gesagt…

Danke!