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Sonntag, 23. September 2012

Hendryk Miller - Exposee

Im Anschluss an diese Einleitung kommt das vollständige Exposee von "Wer ist schon Hendryk Miller" (Arbeitstitel). Ein Exposee ist vom Sinn her eine Zusammenfassung des Romans, die dem Lektor oder Agenten den gesamten Inhalt in gekürzter Form verrät. Die Figuren, den Plot, Wendepunkte, usw. Schließlich auch das Ende.
Wer also die Fortsetzungen lesen möchte, ohne schon zuviel zu wissen, sollte besser NICHT weiterlesen. Allen anderen wünsche ich viel Spaß beim zerpflücken des Exposees. Morgen werde ich einen kurzen Überblick über die Regeln Vorschläge zum Exposee posten. Auch hier gilt nämlich. Nix ist absolut perfekt. Der Sinn des Exposees ist es, damit einen Verlag zu finden. Und das haben andere auch schon geschafft, ohne die "Regeln" zu kennen ;)
Foto: Ariel Camilo
Quelle: http://www.sxc.hu/photo/9291
Die Doppeldeutigkeit der Worte ;)

Exposee "Wer ist schon Hendryk Miller"
Genre: Mystery

Hendryk Miller hält sich für einen begnadeten Schriftsteller. Doch er ist ein Kotzbrocken, der mit allem und jedem aneckt. Sein Roman wird abgelehnt. Seine Freundin verlässt ihn. Die Stadtwerke drehen den Strom ab und der Vermieter kündigt ihm die Wohnung. Hendryk resigniert, gibt auf und beschließt von der Brücke zu springen.

Mit seinem Roman in den Armen, sitzt er auf dem Brückengeländer, als ein Fremder auftaucht. Er stellt sich ihm als Rafael vor und bringt ihn dazu, mit ihm einen Kaffee trinken zu gehen. Im Café verschwindet Rafael ebenso plötzlich, wie er aufgetaucht war. Hendryk bleibt nicht lange allein. Ein älterer Mann, der sich ihm als Frank vorstellt, setzt sich an den Tisch und beginnt, von seinem Sohn zu erzählen, der sich wenige Wochen zuvor umgebracht hat.

Frank trauert und versucht den Tod seines Sohnes Ralf zu verwinden. Hendryk wittert eine Chance, bei dem alten Mann eine Zeit lang unterzukriechen und tatsächlich bietet Hank ihm an, bei ihm zu wohnen. Das Zimmer seines Sohnes steht leer. Frank hat alles was ihn an seinen Sohn erinnert weggegeben.

Aus Tage werden Wochen, die Hendryk in der Wohnung des alten Mannes verbringt. Anfangs tauschen die beiden nur gelegentliche Gefälligkeiten. Dann unternehmen sie gemeinsame Aktivitäten. Rafael, der immer wieder auftaucht, bringt Hendryk auf immer neue Ideen, was er mit dem alten Mann unternehmen könnte. Aus der anfänglichen Stütze entwickelt sich Freundschaft.

An einem Sommerabend fragt Hendryk nach dem Franks Beruf und dieser erzählt ihm, dass er bis vor einem Jahr Kriminalbeamter war. Er hatte den Dienst quittiert, als er den Mord an der Freundin seines Sohnes nicht aufklären konnte. Den einzigen in fast 40 Jahren Dienstzeit. Sein Hauptverdächtiger war sein eigener Sohn gewesen. Frank gab sich deshalb selbst die Schuld am Selbstmord seines Sohnes.

Hendryk erzählt Rafael von dem Mord und dieser verspricht ihm, seine Verbindungen spielen zu lassen um an Informationen zu kommen. Wenige Tage später schleppt Rafael ihn zu einer Auktion. In einem herumliegenden Katalog zeigt er ihm ein altes Medaillon. Er hat angeblich von einem Informanten erfahren, dass Franks Sohn dieses Medaillon ersteigert hatte und es seiner Freundin zur Verlobung schenkte. Dieses Medaillon befand sich jedoch weder bei der Leiche noch sonst irgendwo. Das Medaillon ist für eine der nächsten Versteigerungen vorgesehen.

Hendryk ermittelt den Verkäufer. Den Nachlassverwalter einer Dame. Sie hatte das Medaillon von ihrem Enkel geschenkt bekommen.

Hendryk erzählt Frank von seinen Entdeckungen und gemeinsam ermitteln sie die Identität des Enkels, der sich als Peter Hoffner, ein Freund von Franks Sohn entpuppt.

Gemeinsam können sie den Staatsanwalt, der für den Fall zuständig war, dazu bringen, das Verfahren wieder aufzurollen und das Medaillon sicherstellen.

Die Gerichtsmedizin findet auf dem Medaillon sowohl Spuren von Blut wie auch DNA von Hoffner. Die Polizei verhaftet den neuen Verdächtigen und dieser gesteht kurz darauf, dass er die junge Frau aus Eifersucht getötet hat, weil sie Ralf heiraten wollte und nicht ihn.

Der Fall ist aufgeklärt. Frank konnte den Namen seines Sohnes reinwaschen und seine Erfolgsbilanz abschließen. Hendryk verarbeitet den Fall zu einem neuen Roman. Der Roman wird ein Bestseller und Frank begleitet ihn zu einer Buchpräsentation.

An dem Buchladen angekommen erkennt Hendryk Rafael auf dem Umschlag eines anderen Bestsellers. Frank klärt ihn auf, dass dies nicht der Mann sein könne, der ihm geholfen hat, den Fall zu klären. Denn Rafael sei sein Sohn Ralf, der ebenfalls Schriftsteller war, die Veröffentlichung seines Buches aber nicht mehr erlebt habe.

Hendryk kann das nicht glauben. Im Spiegelbild der Auslage sieht er wie Rafael ihm zuwinkt, doch als er sich umdreht, ist da niemand.
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