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Donnerstag, 26. Juli 2012

Rettungsgasse – oder Das Land der Egomanen

Als ich das erste mal darüber las, dass nun auch in Österreich die Rettungsgasse eingeführt werden solle, war mir sofort klar, – obwohl ich als Optimist und positiver Mensch bekannt bin – dass das (in Österreich) nicht funktionieren wird. Nicht etwa, weil das Konzept der Rettungsgasse so schwierig zu verstehen wäre, oder die Idee der Rettungsgasse nicht ausreichend durchdacht und/oder eine auf falschen Annahmen basierende
Einführung wäre. Leider nein. Meine Erfahrung als Viel-Autobahn-Nutzer hat mir bisher lediglich gezeigt, dass ein Teil der AUTOFAHER oder konkreter der AUTOBAHNFAHRER noch nicht den evolutionären Stand erreicht hat, welcher ein ausreichend großes Gehirn zuließe, das die Anwendung der Idee auch gewährleisten könnte.
Warum wurde das Prinzip Rettungsgasse überhaupt notwendig. Früher war es einfach verboten, den Pannenstreifen zu benutzen und fertig. Zugegeben, das hat auch nicht immer funktioniert, aber zumindest in den meisten (Un)Fällen war es eine brauchbare Lösung.
Dem aufmerksamen Auto(bahn)fahrer ist es in den letzten Jahren aufgefallen, das Vielerorts der Pannenstreifen einer weiteren Fahrspur gewichen ist und es einfach keinen Pannenstreifen mehr gibt, auf welchem Einsatzkräfte zu Verunfallten gelangen können, deren Leben vom raschen Eintreffen der selben abhängt.
Doch zurück zur Rettungsgasse. Einige meiner geneigten Leser mögen einwenden, dass diese meine Zeilen eine polemische, nach Aufmerksamkeit geifernde Effekthascherei seien, nur um weitere Follower auf meinen Blog aufmerksam zu machen.
Wenn das nur so wäre, könnte ich meine nächste Autobahnfahrt (morgen früh) entspannter hinter mich bringen, oder diese sogar genießen.
Leider habe ich gestern den Beweis für meine oben angeführte Behauptung persönlich miterleben müssen: Schwerer Unfall auf der A1 Richtung Wien. Strömender Regen, schlechte Sicht und der zaghafte Versuch einiger, eine Rettungsgasse zu bilden. Doch egal, welcher der Seiten der vermeintlichen Rettungsgasse man sich befand, es wurde überholt. Rücksichtslos. Und man konnte im Geiste die Stimmen jener Überholer hören. “Was fahrt’s denn nicht, ihr Trottel. Ist doch eh eine ganze Spur frei!”
Evolutionsdefizite, Egoismus oder einfach nur ein Konzept das nicht funktioniert…?
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